MDK-Reformgesetz

Das MDK-Reformgesetz sieht zudem künftig ein neues Prüfverfahren mit definierten Abhängigkeitsregeln für Strafzahlungen vor. Die Prüfquote ist abhängig vom Ergebnis der MD-Prüfung des vorvergangenen Quartals, verbunden mit unterschiedlichen Sanktionszahlungen.

Probleme und Gefahren des MDK-Reformgesetzes – aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

Frau Sonja Naumann, Med.-Controlling Sana Kliniken, berichtete bei der neurologischen Chefärztetagung 2020 über die Probleme und Gefahren des MDK-Reformgesetzes mit den Grundtenor: „Aus einem Gesetz zur fairen Abrechnungsprüfung ist ein unfaires Rechnungskürzungsgesetz zu Lasten der Krankenhäuser geworden“ (Zitat: Verband der Krankenhausärzte). Insbesondere primäre Fehlbelegungsprüfungen werden künftig sehr teuer, weil es neben der Reduktion auf den ambulanten Erlös zu Strafzahlungen kommt und damit in der Regel zu einem negativen Ertrag.

Die seit dem 01.01.2020 geltenden Regelungen des MDK-Reformgesetzes sahen ursprünglich vor, dass bis 30.6.2020 für alle OPSs für Komplexbehandlungen beim MD ein Antrag auf Strukturprüfung (nach § 275d SGB V) gestellt werden muss, um diese OPSs im Folgejahr abrechnen zu können. Dies muss künftig jährlich wiederholt werden, weil die Prüfung nur 1 Jahr Gültigkeit hat. Für geplante neue OPSs im Folgejahr muss der Antrag zur Strukturprüfung bis spätestens 30.9. des laufenden Jahres erfolgen. 

Neue Regeln des MD(K) Prüfverfahrens nach § 275c SGB V

Das MDK-Reformgesetz sieht zudem künftig ein neues Prüfverfahren mit definierten Abhängigkeitsregeln für Strafzahlungen vor. Die Prüfquote ist abhängig vom Ergebnis der MD-Prüfung des vorvergangenen Quartals, verbunden mit unterschiedlichen Sanktionszahlungen. Das heißt, ab dem Jahr 2021 sollte für eine Krankenkasse bei der Prüfung von Schlussrechnungen für vollstationäre Krankenhausbehandlung durch den Medizinischen Dienst eine quartalsbezogene Prüfquote je Krankenhaus in Abhängigkeit von dem Anteil unbeanstandeter Abrechnungen je Krankenhaus gelten.

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