Start 01.06.2025 – Förderkennzeichen 01NVF24301

 

 

Was ist MIGRA-MD?

Strukturierte fachärztliche Migräneversorgung – multimodal und digital (MIGRA-MD)

 

Wer ist Konsortialführer?

Klinikum der Universität München
Klinik und Poliklinik für Neurologie
Marchioninistraße 15
81377 München

  

Welchen Hintergrund hat das Projekt?

Migräne ist häufig und betrifft oft leistungsbereite Menschen im produktiven Alter. Höherfrequente Migräne führt zu einem bedeutenden Verlust an Lebensqualität und Produktivität. Trotz guter, in einer aktuellen Leitlinie aufbereiteter Therapieoptionen gibt es ein großes Ausmaß von Unter-, Über- und Fehlversorgung. Wirksame nichtmedikamentöse Verfahren werden oft aus Zeitmangel nicht genügend angeleitet. Angesichts neuer, gut wirksamer aber teurer Medikamente (z.B. CGRP-Antikörper, Ditane, Gepante) ist eine risikostratifizierte, leitliniengerechte Arzneimitteltherapie entscheidend.

 

Wie ist die Zielsetzung?

Ziel des Projekts ist es, eine effiziente, leitliniengerechte, therapiesteuernde ambulante fachärztliche Versorgung von Patienten mit höherfrequenter Migräne, digital unterstützt durch DMKG-App und DMKG-Kopfschmerzregister sowie durch videobasierte multimodale Patientenedukation zu nichtmedikamentösen Maßnahmen, zu entwickeln und zu erproben.

Zeigt die Evaluation von MIGRA-MD eine nachhaltige Verbesserung in Bezug auf Kopfschmerzhäufigkeit und Beeinträchtigung im Alltag, kann eine Überführung in die Regelversorgung empfohlen werden.

 

Start der Patientenrekrutierung: 1. März 2026

Ab dem 1. März 2026 werden Patient:innen in das Programm aufgenommen. Das Rekrutierungsportal https://mitmachen.migra-md.de informiert über das Projekt und prüft anhand von Fragen die Eignung von interessierten Patient:innen.

Teilnehmen können gesetzlich krankenversicherte Erwachsene mit Migräne, die regelmäßig zwischen vier und 25 Kopfschmerztage pro Monat haben und nicht mehr als zwei migräneprophylaktische Medikamente ohne Erfolg angewendet haben. Wer für die Teilnahme in Frage kommt, wird von einer Studienassistenz und einem Studienarzt des LMU Klinikums kontaktiert, detailliert über die Studie aufgeklärt und bei Erfüllung aller Einschlusskriterien in die Studie aufgenommen.

 

Quelle: Antrag Innovationsfondsprojekt MIGRA-MD

 

Weiterführende Verlinkungen:

Webseite der DMKG: DMKG | Patient:innen | Home

Webseite der Attacke-Kopfschmerzen: Attacke Kopfschmerzen – MIGRA-MD startet Rekrutierung von Patient:innen

Kopfschmerzregister MIGRA-MD Infoblatt für Zentren

G-BA Innovationsfondsprojekte: MIGRA-MD des Gemeinsamen Bundesausschusses