Schlaganfallbehandlung

Das medizinische Wohl und psychische Wohlbefinden der Patienten stehen immer an erster Stelle. Alle unsere Handlungen und Maßnahmen treffen wir stets unter Achtung unserer medizinisch-ethischen Überzeugungen und Richtlinien. Gesundheit und Wohlergehen unserer Patienten sind zentraler Angelpunkt aller unserer Entscheidungen und Maßnahmen.

Mortalität – KEIN geeigneter Indikator für die Beurteilung der Qualität der Schlaganfallbehandlung

Gesundheitsminister Spahn hat signalisiert, dass er gewillt sei, die DRG-Vergütung der Krankenhäuser zu überarbeiten. Neben einer sicher zu begrüßenden Pauschale für die Aufrechterhaltung einer Vorhaltung zur Notfallversorgung soll ein weiterer Teil der Vergütung zukünftig von der Versorgungsqualität abhängig gemacht werden. Doch wie soll diese Qualität in der Versorgung gemessen werden? Krankenkassen, allen voran derzeit die AOK, fühlen sich berufen, diese Frage zu beantworten. Die gesetzlichen Krankenversicherungen sammeln bereits seit langer Zeit Daten über ihre Versicherten, gerade auch in Bezug auf ihre Krankenhausaufenthalte. Diese Daten mögen einem rudimentär erscheinen, beschränken sie sich doch in erster Linie auf Eckdaten wie „Dauer des Krankenhausaufenthaltes“, „Medikation bei Entlassung“, etc. Aber Statistiker nehmen hier für sich in Anspruch, den Krankenkassen daraus valide Daten über die Versorgungsqualität liefern zu können. Diese werden von ihnen als „Qualitätsindikatoren (QI) aus Basisdaten“ bezeichnet.

Qualitätsindikatoren (QI) aus Basisdaten beim Schlaganfall

Wie sieht es nun für das Krankheitsbild Schlaganfall aus? Wer je eine Zertifizierung einer Schlaganfallstation miterlebt hat, weiß welche Vielzahl von Qualitätsindikatoren wir Neurologen in der Schlaganfallmedizin kennen. Die AOK hat aus der Erhebung der Basisdaten bisher einen einzigen Qualitätsindikator für das Krankheitsbild Schlaganfall identifiziert, die Mortalität (= Krankenhaussterblichkeit).

Neu-Strukturierung der Schlaganfall OPS-8-981

30 Minuten Transportzeit wird ersetzt durch eine Aufteilung in Krankenhäuser mit und ohne Möglichkeit zur Thrombektomie und neurochirurgischen Versorgung

Martin Grond stellte bei der Jahrestagung der Neurologischen Chefärzte 2020 den mit der DGN (federführend Martin Grond und Peter Berlit) abgestimmten überarbeiteten Vorschlag der DSG an die DIMDI zur Neustrukturierung des OPS-8-981 vor. Statt des 30-Minuten-Transportkriteriums wurde eine Zweiteilung des OPS-8-981 vorgeschlagen, die die höheren Vorhaltekosten von Einheiten, die eine Thrombektomie und eine neurochirurgische Versorgung vorhalten, berücksichtigen.

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